Balance Board – das Gleichgewicht gezielt stärken

Balance BoardEs sind manchmal doch sehr kleine Dinge, die eine große Wirkung aufweisen können. Genau diese Aussage gilt auch für den Sport- und Fitnessbereich. So sind nicht immer die Stepper, Crosstrainer, Laufbänder oder die großen Kraftstationen notwendig, um die eigene Fitness zu verbessern. Ganz besonders für diejenigen, die lieber in den eigenen vier Wänden trainieren bieten sich die kleinen Sportgeräte an, mit denen allerdings eine große Vielfalt von Übungen ausgeführt werden können.

Zu diesen zählen beispielsweise die Faszienrolle oder der Gymnastikball, aber auch das Balance Board reiht sich hier ein. Dieser Therapiekreisel wird zur Verbesserung des Gleichgewichtssinns eingesetzt, zu physiotherapeutischen Übungen und zu sportlichen Trainingszwecken.

Das Wichtigste zum Balance Board

Ein Balance Board wird für die Stärkung des Gleichgewichtssinns und der Muskeln genutzt. Die Wirkung wird erzielt, indem die vorherrschende Dysbalance ausgeglichen wird. Das geschieht dadurch, dass der Trainierende entweder auf dem Board steht oder sich mit den Händen darauf abstützt.

  • Das Balance Board findet neben dem Einsatz in Reha- und Therapiezentren auch bei Sportlern Verwendung. So können Wakeboarder und Snowboarder durch ein Balance Board ihre Leistung steigern. Es werden mittlerweile sogar Gleichgewichtsprogramme zur Lernunterstützung in Schulen angeboten.
  • Das Balance Board unterscheidet sich von ähnlichen Balance Trainern durch seine Form. Auf einer Kunststoff- oder Holzplatte befindet sich eine halbrunde Kugel. Je größer diese Kugel ist, desto größer ist der Abstand zwischen Brett und Boden. Dadurch erhöht sich zugleich die Schwierigkeit, das Brett auf horizontaler Ebene zu halten.
  • Die Boards, die aus Holz gearbeitet sind, sind robuster als Kunststoff-Modelle und dadurch auch härter. Daher bietet sich bei diesen Boards eine Unterlage wie beispielsweise eine Gymnastikmatte an.

Was genau ist ein Balance Board?

Wird der Begriff Balance Board aus dem englischen übersetzt, dann bedeutet er so viel wie „Gleichgewichtsbrett“. Selbst die häufig verwendeten falschen Schreibweisen wie Ballance Board oder Balancer Board meinen letztendlich das Gleiche und machen alle deutlich, worum es sich hier handelt: ein Brett, mit dessen Hilfe das Gleichgewicht und die Koordination gestärkt werden können.

Dabei ist das Prinzip einfach: Durch die Ausgleichsbewegungen soll der Körper die vom Board ausgehenden Dysbalance ausgleichen und damit die Muskulatur stärken. An das Wackeln gewöhnt sich das Gehirn und reguliert das dann wie auch im Alltag oder bei Sport. Damit können zum einen Gleichgewichtsstörungen behoben werden oder es wird der normale Gleichgewichtssinn gestärkt. So können beispielsweise bei den Brettsportarten, wie Snowboardfahren oder beim Windsurfen die Ergebnisse verbessert werden.

Aber nicht nur der Gleichgewichtssinn wird gestärkt, sondern auch die Muskeln. Zudem werden auch die Feinmotorik sowie die intra- und intermuskuläre Koordination gestärkt und aus diesem Grund ist das Balance Board auch für fitnessaffine Menschen geeignet. Aber auch für Therapiezwecke im Rahmen von Rehamaßnahmen oder einer Physiotherapie kommt das Board zum Einsatz. Vor allem die Bein-, Becken- und Rückenmuskulatur wird durch das Balance Board gestärkt. Hier einmal die Vor- und Nachteile des Balance Boards:

Vorteile Nachteile
Nach Verletzungen wird der Muskelaufbau gestärkt. Einsteiger Boards können langweilig werden.
Es werden der Gleichgewichtssinn, die Motorik und die Koordination gestärkt. Für ein Balance Board aus Holz wird eine Unterlage benötigt.
Für Sportler Balance Training und Fitness
Trainingsvielfalt
Bei Kindern: Stärkt den Zusammenhang zwischen Gleichgewichtssinn und Konzentration.

Welche Arten von Balance Boards gibt es?

Gleichgewichtsbrett, Balancierbrett, Sport-Disc, Wackelbrett oder Wobble Board – all das sind Synonyme, die für das Balance Board genutzt werden. Aber Balancekissen oder Indoboard ist dann doch etwas ganz anderes:

  • Der Balance Trainer

Dieser ist eine runde Sache in Bezug auf das Gleichgewicht und das Training. Der Balance Trainer ist ein halber Gymnastikball, der auf einer Kunststoffplatte sitzt. Dieser ist bekannt aus den Trainingslagern einer Skiprofis und wird auch in Deutschland immer beliebter. Hier wird auf Ausdauer gesetzt und steht anders als das Balance Board fest auf dem Boden und wird ähnlich, wie das Steppbrett verwendet.

  • Das Balance Kissen

Hier kann das Ausbalancieren etwas ruhiger angegangen werden. Dieses Kissen wird in erster Linie für den Sitzsport genutzt und der Therapie von Rückenschmerzen. Genutzt werden kann das Kissen sowohl im Büro als auch zuhause.

  • Balance Pad

Hierbei handelt es sich um eine Art kleiner und kompakter Bruder von dem Balance Trainer und dem Balance Board. Das Balance Pad ist eine Schaumstoffunterlage, die für sehr leichte Gleichgewichtsübungen genutzt wird. Mit dem Pad können Yoga, Stretching und Rückengymnastik durchgeführt werden, aber es ist auch möglich ein gutes und besonders schonendes Standstabilitätstraining durchzuführen.

  • Das Indoboard

Die Sportler, die gern auf Skate- und Longboards die Welt unsicher machen, können ihre Balance sehr gut mit einem Indo Board oder einer Balance Wippe trainieren. Dieses Board ähnelt in seiner Beschaffenheit dem Skateboard nur mit einem Unterschied: Es hat nur eine Rolle unter dem Kippelbrett. Diese wird entweder in der Mittel oder seitlich platziert und dann darauf das Brett, auf welchem dann die Balance und die Muskeln trainiert werden können.

  • Das Wii Board

Nitendos Wii bietet die Möglichkeit des E-Sport mit körperlicher Anstrengung an. Der Hersteller bietet für die Konsole die Software Wii fit (Plus) an und mit ihr können eine Reihe von unterschiedlichen Trainingsprogramm durchgeführt werden. Als Zubehör gibt es das Wii Balance Board bzw. das Wii U Board. Hier können neben Balancespielen auch Aerobic Work-outs veranstaltet werden, sofern das passende Board mit erworben wurde.

Die Kaufkriterien von einem Balance Board

Je nach der Art des Balance Board gibt es die verschiedensten Arten und Kategorien und damit auch die unterschiedlichsten Hersteller.

Airex     Basit     Bad Company     Eduplay     Everlast     Pedalo   SportFit     Togu     66Fit     MFT     POWRX     Gyroboard     Sissel     ScSports     Jakobs
  • Das Material

Am häufigsten besteht ein Balance Board aus Kunststoff, Holz oder Gummi. Die klassischen Boards sind zumeist aus einer Holzscheibe mit einer großen Holznoppe an der unteren Seite hergestellt. Damit für mehr Rutschfestigkeit gesorgt werden kann, ist die Platte mit einem Stoff oder Gummi überzogen. Doch bei einem Balance Board aus Holz wird eine Unterlage empfohlen. Dafür eignen sich am besten Yoga- oder Gymnastikmatten, denn diese sind weich und rutschfest. Zudem ist Holz auch stabiler und langlebiger als Kunststoff, der allerdings günstiger in der Anschaffung und auch schonender für den Fußboden ist.

  • Die Größe und der Durchmesser

Auf der oberen Seite weisen die Balance Boards einen Durchmesser von 40 cm auf und das bietet selbst der Schuhgröße 45 genügend Platz, um die Standposition zu verändern. Je größer die Fläche von dem Board ist, desto größer können nicht nur die Schuhe sein, sondern auch der Beinabstand. Durch diesen Fakt werden die Übungen leichter und vielfältiger. Die kleineren Board, die damit eher schwieriger sind, sind eher etwas für Frauen und Kinder.

  • Der Schwierigkeitsgrad

Die Neigungsfläche der Balance Halbkugel, die sich unterhalb von dem Board befindet, bestimmt, wie schwierig das Ausbalancieren ist. Je höher die Kugel, desto größer ist der Abstand zwischen Brett und Boden. Um eine Schräglage auszubalancieren, ist doch viel Geschick mit dem Wackelbrett notwendig. Die schwierigen Bretter werden eher von Sportlern bevorzugt, da sie bereits erste Erfahrungen mit Gleichgewichtsübungen haben. Die Einsteiger, die sich erst einmal heranbalancieren wollen, sollten ein flacheres Board wählen.